Flachbildfernseher
Flachbildfernseher unterscheiden sich von den herkömmlichen Gerätetypen auf Grund ihrer speziellen Ausstattung mittels eines Monitors, der im Gegensatz zu den alten, mit Röhren funktionierenden Modellen sehr flach gebaut ist. Flachbildfernseher sind demnach wesentlich leichter und platzsparender unterzubringen als die weitaus voluminöseren Röhrenbildschirme.

Die modernen Flachbildschirme werden in der Regel mit Flüssigkristall-(LCD: liquid crystal display) oder Plasmatechnik (PDP: plasma display panel) betrieben. Größere Flachbildfernseher haben bei einem LCD-Monitor mit etwa 90 cm Durchmesser einen Stromverbrauch von etwa 300 Watt. Für einen 1 m großen Plasmamonitor wird in etwa die gleich hohe Menge Strom benötigt.
Bei LCD-Monitoren wird die Polarisationsrichtung des Lichtes mit Hilfe der Flüssigkristalle koordiniert, und zwar dann, wenn eine entsprechende elektrische Spannung vorgegeben ist. Auf Grund der im Monitor des Flachbildfernsehers vorhandenen einzelnen Bestandteile lässt sich die Helligkeit beliebig ändern und anpassen, da die Bestandteile voneinander unabhängig reagieren, indem die jeweilige Ausrichtung der Flüssigkristalle in jedem einzelnen Teilchen mittels der elektrischen Spannung erzeugt wird. Ein Plasmabildschirm hingegen erzeugt das für die Bilddarstellung benötigte Licht mittels bestimmter Leuchtstoffe, die durch das Plasma animiert werden, welches mittels der Entladung von Gasen produziert wurde. Plasma selbst ist ein ionisiertes Gas, welches nicht nur neutrale Bestandteile, sondern auch freie Ionen, Elektronen und angeregte Atome enthält. Einer speziellen Wirkweise wegen entwickeln die Plasmen Licht, auch und gerade indem sie UV-Strahlung freisetzen. Der Plasmabildschirm ähnelt demnach der Funktion nach einer Leuchtstofflampe. Dieses Verfahren wird insbesondere für die Herstellung von besonders großformatigen Flachbildfernsehgeräten eingesetzt.
Allerdings werden Fernseher mit Plasmaflachbildschirmen zunehmend zugunsten der Gerätetypen mit LCD-Monitoren vom Markt verdrängt, so dass einige Hersteller die Produktion von Plasma- Flachbildfernsehern bereits aufgegeben haben.
Flachbildfernseher haben im Allgemeinen gegenüber den herkömmlichen Röhrenfernsehern sehr viele Vorteile. So sind sie nicht nur leichter, kompakter und daher flexibel einsetzbar, sondern erweisen sich für den Benutzer als gesundheitlich weniger belastend, da LCD-, bzw. TFT- Bildschirme keine Röntgenstrahlen abgeben und nur in einem geringen Umfang magnetische Felder erzeugen. Zudem besteht die Möglichkeit, die Flachbildmonitore auf Grund ihrer geringen Tiefe leichter in Entfernungen zu platzieren, die die Augen des Bildbetrachters schonen. Da moderne Flachbildfernseher im Gegensatz zu den mit Kaltlichtkathoden arbeitenden Vorgängertypen kein Quecksilber enthalten, bereitet hier auch die spätere Entsorgung des Fernsehgerätes weniger Probleme.
Für Flachbildschirme ist charakteristisch, dass sie nur über eine einzige Bildschirmauflösung verfügen, in der das Bild wirklich gestochen scharf dargestellt werden kann. Man spricht in diesem Zusammenhang von einer so genannten nativen Bildschirmauflösung. Durch ihre auf Dauer stets gleichbleibende Bilddarstellung wird der Flachbildschirm daher nicht so sehr strapaziert wie ein Röhrenbildschirm. Bei Benutzung eines DVI-Anschlusses ist auch die Bildwiedergabe in der nativen Bildschirmauflösung bei einem Flachbildfernseher sehr viel exakter als bei einem Kathodenstrahlröhrenfernseher. Die Qualität können Sie zudem durch eine digitale Steuerung mittels Display Port, HDMI oder DVI (Digital Visual Interface) noch deutlich verbessern.
DVI wird standardmäßig zum Anschließen von TFT-Bildschirmen an die computereigene Grafikkarte genutzt. DVI dient dabei nicht nur als elektronische Schnittstelle zum Transfer von Videodaten. Der DVI-Eingang wird insbesondere bei Flachbildfernsehern auch zur Verarbeitung von Signalen von DVD-Playern oder anderen digitalen Quellen eingesetzt, wobei zudem die zeitgleiche Übertragung von digitalen und analogen Daten möglich ist.